Projektbeispiele
Wie können die untertägigen Hohlräume dauerhaft gesichert werden?
Die Kali-Umwelttechnik GmbH wurde vom Bergamt beauftragt, den Zustand einer 1949 abgeworfenen Kaligrube im Nordharz-Revier zu begutachten und eine angemessene Sanierungs- und Verwahrungskonzeption zur Abwendung der Gefährdungspotentiale auszuarbeiten.
Es stellte sich heraus, daß beide Schachtröhren im Bereich der Füllorte starke Zerstörungen durch jahrzehntelang zugelaufene aggressive Schachtwässer aufwiesen. Daher war ein Zubruchgehen des Schachtausbaues zu befürchten.
![]() Lösungserscheinungen durch Wasser |
Zur Erkundung des Zustandes der beiden Schachtröhren und des Grubenfeldes kamen folgende Verfahren zur Anwendung:
- Abtastarbeiten zur Untersuchung des Schachtausbaus hinsichtlich der Bündigkeit mit dem Gebirge
- Bohrlochkamera zur Dokumentation des Zustandes der Schachtröhren
![]() Photographie der Schachtröhre mit der Bohrlochkamera |
- Erkundungsbohrungen
- Geophysik zur Erkundung der Laugenstandsbereiche: Widerstandselektrik und Oberflächenradar als Streckenmessungen
- Bohrloch-Radar und Bohrloch-Sonar aus den Erkundungsbohrungen
![]() Einführen der Radarsonde in ein Bohrloch |
- Geologische Schwachstellenerkundung
- Einrichtung von geomechanischen Überwachungsmeßstellen
![]() Konvergenzmeßstelle |
- Einrichtung einer Meßstelle zur Laugenüberwachung
Aufgrund der Erkundungsergebnisse konnten Empfehlungen ausgesprochen werden, wo und in welchem zeitlichen Rahmen die Standsicherheit der Grube durch entsprechende Sanierungsmaßnahmen zu gewährleisten ist.
Zur Abwendung der akut festgestellten Gefahrenlage wurde ein Konzept zur Sanierung der geschädigten Bereiche erarbeitet und unter Anwendung eines von der K-UTEC neu entwickelten und patentierten Spezialverfahrens an beiden Schachtröhren realisiert. Bei diesem Verfahren handelt es sich um den Einsatz mineralischer Baustoffsysteme, die in den Bereichen plastisch/pastös – steifplastisch – fest konditioniert werden können.
![]() Probekörper verschiedener Versatzmaterialien |
Die Baustoffsysteme werden mit einer K-UTEC-eigenen Mischanlage hergestellt und eingebracht. Die Mischanlage ist für Versatzleistungen von maximal 10 m³/h ausgelegt.
![]() Schematische Darstellung der Versatzsäule | ![]() Aufbau der Mischanlage für die Versatzstoffe | |
Durch die ausgeführten Versatzmaßnahmen konnte die Schachtröhre langfristig gesichert werden und das Gefährdungspotential für das Grubengebäude sowie der Tagesoberfläche auf ein Minimum reduziert werden.






