News Geophysik

1. 79. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft in Braunschweig
Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft und die Technische Universität Braunschweig lud vom 4. – 7. März zur 79. Jahrestagung der DGG nach Braunschweig ein. Die Tagung bot dabei ein Forum für Diskussionen zu allen Themen der Geophysik in ihrer ganzen Breite. Von Berichten über Abschlussarbeiten bis hin zu herausragenden Ergebnissen großer Forschungsprojekte war alles vertreten. Neben den allgemeinen Themenbereichen, die sich fest etabliert haben, sollte ein besonderer Bezug zum Standort Braunschweig hergestellt werden. Dies ist die enge Verknüpfung der Geophysik mit der Weltraumphysik. Ebenso wurden der Erforschung von Endlagerstandorten, einem für die Region Braunschweig wichtigen Thema, und dem Einsatz der Geophysik in der Geomorphologie, besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Geophysik der K-UTEC war sowohl mit einem Vortrag mit dem Thema „Automatisches, Semiautomatisches und Manuelles Prozessing mit der Software SeismoSuite am Beispiel von Seismischen Ereignissen im Bereich der Bergbaufolgelandschaft Lausitz“ als auch mit einem Poster mit dem Titel „In-situ-Verfahren zur nichtinvasiven Ermittlung des Porenanteils n in setzungsfließgefährdeten Kippen – IDENT-PORE” vor Ort.
Wir bedanken uns für Ihren Besuch und die vielen Gespräche!

2. 3. Schatzalp Workshop für Induzierte Seismizität
Vom 5. – 8. März luden der Schweizer Erdbebendienst und die ETH Zürich zum 3. Schatzalp Workshop für Induzierte Seismizität ein. Der Workshop setzte die hochgepriesenen vorangegangenen Veranstaltungen von 2015 und 2017 fort und stellte dabei die aktuellen Techniken sowie die zukünftige Richtung aller Aspekte der induzierten Seismizität in den Fokus. Weiterhin wurde der Nutzen von induzierter Seismizität in Hinsicht auf das Verständnis der Erdebenphysik und der fortgeschrittenen Erdbebenvorhersageforschung untersucht.
Auch hier war die Geophysik der K-UTEC mit einem Poster vertreten. Dieses trägt den Titel „The seismic monitoring system in the Velenje mine, Slovenia“.
Vielen Dank für Ihr Interesse und die anregenden Gespräche!

3. GeoTHERM
Wir bedanken uns bei allen Kunden, Partnern, Freunden und Interessenten für Ihren Besuch unseres Ausstellungsstandes auf der GeoTHERM in Offenburg. Dort konnten Sie sich über die Produkte und Leistungen unserer Firma K-UTEC AG Salt Technologies informieren. Im nächsten Jahr sehen wir uns Anfang März zur nächsten GeoTHERM !

4. Start des Praktikums
Bis Ende März begrüßen wir den Studenten Aaron Gottschalk bei uns in der Geophysikabteilung zu seinem mehrwöchigen Praktikum. Bereits jetzt konnte er einige Facetten des Arbeitsalltages eines Geophysikers erfahren. In den verbleibenden Wochen werden noch ein paar Außeneinsätze und neue Aufgaben hinzukommen.

5. Abschlussbericht zum Forschungsthema "Salzhaldenmonitoring"

Im Rahmen des Forschungsthemas "Salzhaldenmonitoring – Praktische Umsetzung und Problembeseitigung des 4D geophysikalischen Monitoring von Salzhalden", an welchem die Geophysikabteilung der K-UTEC von Mai 2016 bis Dezember 2017 arbeitete, kann nun der Abschlussbericht veröffentlicht werden. Hierbei wurden die K-UTEC-Aufzeichnungstechnik sowie Auswertetechniken erfolgreich weiterentwickelt, angepasst und getestet. / Abschlussbericht / Anlagen

6. Forschungsthema „Spektrale Induzierte Polarisation (SIP)“

Vom 01.02.2017 bis zum 31.07.2019 besteht zwischen der TU Berlin, der BIUG in Freiberg, der Ingenieursozietät Prof. Dr.-Ing. Katzenbach GmbH in Frankfurt/M. und der Abteilung Geophysik der K-UTEC eine Kooperation für das Forschungsthema „Verfahren zur nichtinvasiven und großflächigen Quantifizierung des Porenanteils von Lockersedimenten für die Erfolgskontrolle von Verdichtungsmaßnahmen in setzungsfließgefährdeten Bergbaukippen“, welches durch das BMWi-AiF-ZIM Programm gefördert wird. 

7. Techniker der K-UTEC AG Salt Technologies entwickelten und bauten erfolgreich die ersten Ex-zertifizierten Seismometer „Seis L-10B/Ex“ in Deutschland

Schon in 2016 bauten Techniker der K-UTEC AG die ersten in Deutschland verwendeten Ex-Schutz Seismometer. Bei der Konstruktion wurden strikt die Normen EN 60079-0:2012 und EN 60079-11:2012 eingehalten und die Geräte in Freiberg im Institut für Sicherheitstechnik GmbH (IBExU) geprüft und zugelassen (EG-Baumusterprüfbescheinigung IBEXU15ATEX1131 X; Produktkennzeichen:    I M1 Ex ia  Ma). Mit diesen Seismometern, die zunächst in einem Bergwerk in Slowenien zum Einsatz kommen sollen, können mechanische Schwingungsvorgänge im Frequenzbereich von ca. 4,5 Hz bis 1000 Hz erfasst werden. 

8. Techniker der K-UTEC AG Salt Technologies entwickelten und bauten erfolgreich die ersten Ex-zertifizierten Modulatoren „PFM-Modulator 4.3.Ex“ in Deutschland

Im April 2016 bauten Techniker der K-UTEC AG die ersten in Deutschland verwendeten PFM Modulatoren. Bei der Konstruktion wurden strikt die Normen EN 60079-0:2012 und EN 60079-11:2012 eingehalten und die Geräte in Freiberg im Institut für Sicherheitstechnik GmbH (IBExU) geprüft und zugelassen (EG-Baumusterprüfbescheinigung Nr. IBExU16ATEX1135; Produktkennzeichen:    I M1 Ex ia  Ma I). Der PFM Modulator dient zur Verstärkung und zur proportionalen Signalumwandlung in eine Trägerfrequenz (Mittelfrequenz f = 2,5 kHz) sowie zur Übertragung des Trägersignals. Als Signalquellen dienen Schwingungsaufnehmer für die Schwinggeschwindigkeit bzw. Schwingbeschleunigung. 

9. Seismisches Hydraulisches und Geotechnisches Monitoringsystem (SHGM)

Im Rahmen des Ingenieurprojektes SHGM wurde von uns neue Messtechnik im Bereich Schlabendorf installiert, um unseren Projektpartnern eine geotechnische Beurteilung der Kippe ermöglichen zu können.


- Wissenswertes aus der Welt der Geophysik -

An dieser Stelle möchten wir Ihnen in Zukunft regelmäßig einige wichtige Verfahren der angewandten Geophysik näherbringen. Damit erhalten Sie einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag der Geophysiker/innen ...

Heute: Georadar (GPR)

Das Georadar (auch Gesteins- oder Bodenradar) gehört zu den Impuls-Echolot-Verfahren und arbeitet mit elektromagnetischen Wellen im Hochfrequenzbereich (10 MHz - 2,5 GHz). Das Messprinzip beruht darauf, dass von einer Sendeantenne (Transmitter) kurze elektromagnetische Impulse mit einer Länge von wenigen Nanosekunden in den Untergrund abgestrahlt werden. Trifft die sich im Gesteinsmedium ausbreitende Welle auf eine elektrische Diskontinuitätsfläche, so wird ein Teil der Energie reflektiert und zur Empfängerantenne (Receiver) zurückgestrahlt. Über eine Steuereinheit wird das Signal verstärkt, aufbereitet und registriert. Aus der gemessenen Laufzeit des Signals vom Startzeitpunkt bis zum Eintreffen der reflektierten Welle kann bei Kenntnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit im Medium auf die Tiefe des nachgewiesenen Reflektors geschlossen werden.

Das Hochfrequenzverfahren ist insbesondere in hochohmigen, elektrisch sehr gering leitenden Gesteinen optimal einzusetzen. Die elektromagnetischen Wellen werden in diesen Medien nur gering gedämpft, so dass große Erkundungsreichweiten von mehreren Dekametern erzielt werden können. Verschiedene kristalline (z. B. Granit) und Sedimentgesteine (z. B. Salz, Kalkstein) bieten mit elektrischen Widerständen im Kilo- oder Megaohmbereich gewöhnlich sehr gute petrophysikalische Voraussetzungen für die Anwendung dieses Verfahrens. Erkundungsreichweiten von bis zu 100 m können unter günstigen Voraussetzungen erzielt werden. Begrenzend für den erfolgreichen Einsatz des Verfahrens wirken sich insbesondere tonige, tonhaltige und damit bindige Schichten oder Bestandteile im Gestein, die einen geringen elektrischen Widerstand besitzen, aus. Infolge der guten Leitfähigkeit wird die elektromagnetische Welle in diesen Medien stark gedämpft. Gut leitfähige Schichten wirken für die elektromagnetische Energieausbreitung abschirmend und reduzieren die maximal erzielbare Erkundungstiefe entscheidend. Gleiches gilt auch für stark mineralisierte Wässer. Es können unterschiedliche Messantennen zum Einsatz kommen, welche auf Grund der verwendeten Frequenz unterschiedlich in Eindringtiefe und Auflösungsvermögen sind. Das Radarverfahren erreicht eine hohe Auflösung (im dm bis cm Bereich) und kann bei Objekten, die kleiner als das Auflösungsvermögen sind, immer noch Indikationen aufzeigen, welche ein erfahrener Geophysiker zur Auswertung nutzen kann. In diesem Fall wird die räumliche Kontur nicht mehr vollständig abgebildet, aber z. B. Rohrleitungen, Stollen oder Kellermauern können als Diffraktionselemente und auch als fortlaufende Diffraktionshyperbeln bei einer flächenhaften Darstellung erkannt werden. Voraussetzung ist dabei hauptsächlich ein Kontrast zwischen der Dielektrizitätszahl der Objekte zum umgebenden Gestein. 

Ein weiteres Einsatzgebiet des Georadars ist die Bauwerksdiagnostik. Darunter sind Untersuchungen an Wänden, Decken, Böden oder auch Straßengrund zu verstehen, welche mit einer sehr hochfrequenten Antenne durchmessen werden.