News Geophysik

1. 36. Hauptversammlung der Euopäischen Seismologischen Kommission (European Seismological Commission)

Das Institut für Geowissenschaften der Universität von Malta lud vom 2. bis 7. September Seismologen, Geologen und Ingenieure aus aller Welt zur diesjährigen Hauptversammlung der European Seismological Commission ein. Hauptaugenmerk lag dabei vor allem auf dem Feld der Seismologie sowie den damit verbundenen Anwendungen, einschließlich den praktischen und sozialen Aspekten der Seismologie, wie Erdbebengefahr, Schulung und Sensibilisierung oder Risikovorbeugung.

Die Geophysik der K-UTEC war mit einer Poster-Präsentation über die "Mikroseismische Überwachung des Kavernenfeldes nahe Hengelo, Niederlande" vor Ort. Vielen Dank für Ihren Besuch!

2. Salt of the Earth: 2018 World Salt Symposium 

Vom 19. - 21. Juni war die Geophysik der K-UTEC AG mit einem Vortrag und einem Poster beim diesjährigen World Salt Symposium in Park City, Utah vertreten. 
Der Fokus des Symposiums lag dabei auf den neusten Forschungen und Entwicklungen im internationalen Salz-Sektor. weiter ... 

Wir bedanken uns für Ihren Besuch ! 

3. GeoTHERM 

Wir bedanken uns bei allen Kunden, Partnern, Freunden und Interessenten für Ihren Besuch unseres Ausstellungsstandes auf der GeoTHERM in Offenburg. Dort konnten Sie sich über die Produkte und Leistungen unserer Firma K-UTEC AG Salt Technologies informieren. Im nächsten Jahr sehen wir uns bereits Mitte Februar zur nächsten GeoTHERM !

4. Abschlussbericht zum Forschungsthema "Salzhaldenmonitoring"

Im Rahmen des Forschungsthemas "Salzhaldenmonitoring – Praktische Umsetzung und Problembeseitigung des 4D geophysikalischen Monitoring von Salzhalden", an welchem die Geophysikabteilung der K-UTEC von Mai 2016 bis Dezember 2017 arbeitete, kann nun der Abschlussbericht veröffentlicht werden. Hierbei wurden die K-UTEC-Aufzeichnungstechnik sowie Auswertetechniken erfolgreich weiterentwickelt, angepasst und getestet. / Abschlussbericht / Anlagen

5. Ende des Praktikums

Am 13. April endete das 7-wöchige Praktikum von Studentin Sophie Stephan. Wir möchten uns ganz herzlich für ihre Hilfe und Einsatzbereitschaft bedanken. Sogar ein Messeinsatz bei Schnee, Regen und Kälte konnte ihr nichts anhaben. Wir wünschen Sophie alles Gute und viel Erfolg auf ihrem weiteren Ausbildungs- und Karriereweg.

6. Forschungsthema „Spektrale Induzierte Polarisation (SIP)“

Vom 01.02.2017 bis zum 31.07.2019 besteht zwischen der TU Berlin, der BIUG in Freiberg, der Ingenieursozietät Prof. Dr.-Ing. Katzenbach GmbH in Frankfurt/M. und der Abteilung Geophysik der K-UTEC eine Kooperation für das Forschungsthema „Verfahren zur nichtinvasiven und großflächigen Quantifizierung des Porenanteils von Lockersedimenten für die Erfolgskontrolle von Verdichtungsmaßnahmen in setzungsfließgefährdeten Bergbaukippen“, welches durch das BMWi-AiF-ZIM Programm gefördert wird.

7. Techniker der K-UTEC AG Salt Technologies entwickelten und bauten erfolgreich die ersten Ex-zertifizierten Seismometer „Seis L-10B/Ex“ in Deutschland

Schon in 2016 bauten Techniker der K-UTEC AG die ersten in Deutschland verwendeten Ex-Schutz Seismometer. Bei der Konstruktion wurden strikt die Normen EN 60079-0:2012 und EN 60079-11:2012 eingehalten und die Geräte in Freiberg im Institut für Sicherheitstechnik GmbH (IBExU) geprüft und zugelassen (EG-Baumusterprüfbescheinigung IBEXU15ATEX1131 X; Produktkennzeichen:    I M1 Ex ia  Ma). Mit diesen Seismometern, die zunächst in einem Bergwerk in Slowenien zum Einsatz kommen sollen, können mechanische Schwingungsvorgänge im Frequenzbereich von ca. 4,5 Hz bis 1000 Hz erfasst werden. 

8. Techniker der K-UTEC AG Salt Technologies entwickelten und bauten erfolgreich die ersten Ex-zertifizierten Modulatoren „PFM-Modulator 4.3.Ex“ in Deutschland

Im April 2016 bauten Techniker der K-UTEC AG die ersten in Deutschland verwendeten PFM Modulatoren. Bei der Konstruktion wurden strikt die Normen EN 60079-0:2012 und EN 60079-11:2012 eingehalten und die Geräte in Freiberg im Institut für Sicherheitstechnik GmbH (IBExU) geprüft und zugelassen (EG-Baumusterprüfbescheinigung Nr. IBExU16ATEX1135; Produktkennzeichen:    I M1 Ex ia  Ma I). Der PFM Modulator dient zur Verstärkung und zur proportionalen Signalumwandlung in eine Trägerfrequenz (Mittelfrequenz f = 2,5 kHz) sowie zur Übertragung des Trägersignals. Als Signalquellen dienen Schwingungsaufnehmer für die Schwinggeschwindigkeit bzw. Schwingbeschleunigung. 

9. Seismisches Hydraulisches und Geotechnisches Monitoringsystem (SHGM)

Im Rahmen des Ingenieurprojektes SHGM wurde von uns neue Messtechnik im Bereich Schlabendorf installiert, um unseren Projektpartnern eine geotechnische Beurteilung der Kippe ermöglichen zu können.


- Wissenswertes aus der Welt der Geophysik -

An dieser Stelle möchten wir Ihnen in Zukunft regelmäßig einige wichtige Verfahren der angewandten Geophysik näherbringen. Damit erhalten Sie einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag der Geophysiker/innen ...

Heute: Georadar (GPR)

Das Georadar (auch Gesteins- oder Bodenradar) gehört zu den Impuls-Echolot-Verfahren und arbeitet mit elektromagnetischen Wellen im Hochfrequenzbereich (10 MHz - 2,5 GHz). Das Messprinzip beruht darauf, dass von einer Sendeantenne (Transmitter) kurze elektromagnetische Impulse mit einer Länge von wenigen Nanosekunden in den Untergrund abgestrahlt werden. Trifft die sich im Gesteinsmedium ausbreitende Welle auf eine elektrische Diskontinuitätsfläche, so wird ein Teil der Energie reflektiert und zur Empfängerantenne (Receiver) zurückgestrahlt. Über eine Steuereinheit wird das Signal verstärkt, aufbereitet und registriert. Aus der gemessenen Laufzeit des Signals vom Startzeitpunkt bis zum Eintreffen der reflektierten Welle kann bei Kenntnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit im Medium auf die Tiefe des nachgewiesenen Reflektors geschlossen werden.

Das Hochfrequenzverfahren ist insbesondere in hochohmigen, elektrisch sehr gering leitenden Gesteinen optimal einzusetzen. Die elektromagnetischen Wellen werden in diesen Medien nur gering gedämpft, so dass große Erkundungsreichweiten von mehreren Dekametern erzielt werden können. Verschiedene kristalline (z. B. Granit) und Sedimentgesteine (z. B. Salz, Kalkstein) bieten mit elektrischen Widerständen im Kilo- oder Megaohmbereich gewöhnlich sehr gute petrophysikalische Voraussetzungen für die Anwendung dieses Verfahrens. Erkundungsreichweiten von bis zu 100 m können unter günstigen Voraussetzungen erzielt werden. Begrenzend für den erfolgreichen Einsatz des Verfahrens wirken sich insbesondere tonige, tonhaltige und damit bindige Schichten oder Bestandteile im Gestein, die einen geringen elektrischen Widerstand besitzen, aus. Infolge der guten Leitfähigkeit wird die elektromagnetische Welle in diesen Medien stark gedämpft. Gut leitfähige Schichten wirken für die elektromagnetische Energieausbreitung abschirmend und reduzieren die maximal erzielbare Erkundungstiefe entscheidend. Gleiches gilt auch für stark mineralisierte Wässer. Es können unterschiedliche Messantennen zum Einsatz kommen, welche auf Grund der verwendeten Frequenz unterschiedlich in Eindringtiefe und Auflösungsvermögen sind. Das Radarverfahren erreicht eine hohe Auflösung (im dm bis cm Bereich) und kann bei Objekten, die kleiner als das Auflösungsvermögen sind, immer noch Indikationen aufzeigen, welche ein erfahrener Geophysiker zur Auswertung nutzen kann. In diesem Fall wird die räumliche Kontur nicht mehr vollständig abgebildet, aber z. B. Rohrleitungen, Stollen oder Kellermauern können als Diffraktionselemente und auch als fortlaufende Diffraktionshyperbeln bei einer flächenhaften Darstellung erkannt werden. Voraussetzung ist dabei hauptsächlich ein Kontrast zwischen der Dielektrizitätszahl der Objekte zum umgebenden Gestein. 

Ein weiteres Einsatzgebiet des Georadars ist die Bauwerksdiagnostik. Darunter sind Untersuchungen an Wänden, Decken, Böden oder auch Straßengrund zu verstehen, welche mit einer sehr hochfrequenten Antenne durchmessen werden.